LOGO

Kurzbeschreibung von FT8-Helper für WSJT-X  - V 1.7.2

+++Neu+++  V1.7.2 ist jetz auch für JTDX da!

Das FT8-Helper Programm wurde als Makro-Erweiterung mit Hilfe von Quick-Macro entwickelt. Anders als ähnliche Lösungen, der FT8-Helper interpretiert die von WSJT-X empfangenen Daten und agiert intelligent nach einer vorprogrammierten Strategie. Es werden keine Änderungen im WSJT-X benötigt. Das FT8-Helper wird als EXE File geliefert und benötigt keine Lizenz für Quick-Macro.

Der FT8-Helper bedient WSJT-X über virtuelle Maus und Tastenkombinationen.  Während der Arbeiten mit dem  FT8-Helper sollte der PC möglichst wenig für andere Anwendungen benutzt werden, da der Focus in 7,5/15s (FT4/FT8) Takt vom Programm weggenommen wird.

Die Bedienoberfläche:

Own call:  eignes Rufzeichen, muss in das File "callsign.txt" eingetragen werden.

Edit config: öffnet das Windows notepad um das File callsign.txt zu editieren. Änderungen werde erst beim nächsten Start vom FT8-Helper aktiv.

Channels:  Zeigt die freien Kanäle im FT8-Segment. (Ein Kanal ist es mindestens 50/75Hz breiter Bereich)

Free:  Die vom FT8-Helper ermitttelte freie Frequenz. Die Anzeige ist nur im "RUN" Modus aktiv, wenn "Auto-Frq" ist aktivert.

Start "Run Modus" 
In Run-Mode wird fortlaufend CQs gerufen, abgeschlossene QSOs werden automatisch geloggt. Nach geloggtem oder wegen Zeitüberschreitung abgebrochenen QSOs ruft das Programm erneut CQ. Nach einigen erfolgslosen CQ-Rufen geht der FT8-Helper für ca. 2 Minuten schlafen und erst dann fängt er wieder an CQs zu rufen.

Auto Frq:
Ist „Auto Frq“ gewählt, wird die Sendefrequenz nach dem Start von RUN-Mode und bei jeder Rückkehr von der Sendepause automatisch auf die ermittelte freie Frequenz eingestellt. Es werden die Sendefrequenzen der empfangenen Stationen der letzten 4 nacheinander folgenden Durchläufe aufaddiert und die größte Lücke zwischen den Stationen gesucht. Dabei wird ein vom Pegel abhängiger Sicherheitsabstand einkalkuliert.

Wichtiger Hinweis: Wenn "Auto-Frq" benutzt werden soll, muss das ganze "Wide-Graph" Fenster auf dem Bildschirm sein und darf die horizontale Größe nicht verändert werden. Bei Monitoren mit einer geringeren Auflösung (weniger als 1920 Pixels) muss das "Wide-Graph" Fenster so positioniert werden, dass der rechte Rand noch auf dem Bildschirm ist. Dabei kann der linke Teil des Fensters das WSJT-X Fenster überlappen.

Der FT8-Helper kann nur Stationen berücksichtigen, die FT-8 Signal senden und von WSJT-X korrekt dekodiert wurden. Aus diesem Grund ist es empfehlenswert bei Benutzung von "Auto-Frq" in WSJT-X die "Deep" Dekodierung zu wählen.

Start  „S&P Modus“:                                                                                                                        In „Search and Pounce“ Modus sucht der FT8-Helper eine Station aus den CQ-rufenden Stationen aus,. zwar die mit höchsten Priorität. Die Priorität wird von den Highlighting-Farben von WSJT-X berechnet. Wenn z.B. nur die Zeile „New DXCC on Band“ ist selektiert, ruft das Programm nur noch nicht gearbeiteten DXCC Stationen zurück. Sind mehrere Farben selektiert, entscheidet die Farbreihenfolge, welche Station als erster gerufen wird (höchste Priorität ist oben auf der Liste). Stationen mit "Grün" werden nicht zurückgerufen auch wenn die Zeile selektiert wurde.
Die Standard-Farbeinstellungen dürfen nicht verändert werden! Nach jedem geloggten oder abgebrochenen QSO geht das Programm zurück zum „Search“ Modus. Stationen mit abgebrochenen QSO-s werden für ca. 7 Minuten von Rückruf ausgeschlossen. Wenn „DX-Only“ selektiert ist, ruft der FT8-Helper nur Stationen, die  außerhalb der im "ownloc.txt" File spezifizierten lokalen (aslo kein DX) QRA- Boxen liegen. Stationen die ein bestimmtes Land oder Kontinent (JA, AS, NA) suchen, werden nur dann zurückgerufen, wenn die eigene Station im  gewünschten Land/Continent ist. Die lokalen QRA-Boxen und das eigene Land/Continent werden im "ownloc.txt" File  gespeichert und können je nach bei Bedarf angepasst werden.

Automatische Umschalten zwischen RUN und S&P:  <-- X-->
Neue Funktion in V1.6: Wenn eingeschaltet, schaltet der vom aktuell gewälten Modus nach 20 erfolgslosen QSO-Versuchen zum andren Modus, dann wieder zurück. Wenn keine Stationen mehr empfangen werden (z.B. Band is tot), der Helper schaltet von RUN nach S/P und bleib solange in S/P, bis wieder Stationen empfangen werden. Die maximale Anzahl der Versuche kann in das File callsign.txt engestellt werden (20 voreingestellt).
Beispiel:
MAX-RUN=5            limitiert die erfolgslosen QSO-Versuche in S&P-Modus auf 5
MAX-S/P=10        limitiert die erfolgslosen QSO-Versuche in RUN-Modus 10
In RUN-Modus zählen unbeantwortete CQ-Rufe, und abgebrochene QSOs.
In S/P-Modus zählen Zyklen wo keine CQ-Rufende Station oder nur solche "grün" empfangen wurden sowie abgebrochene QSOs.

Halt (Stop):
Sowohl RUN, als auch S/P und "Band Hopping" können mit dem „Stop“ Button angehalten werden. Ein direkter Wechsel zwischen Run- S/P und "Band-Hopping" Modus nicht möglich.

Mode:  FT8 oder FT4 (FT4 nur mit WSJT-X 2.1). WSJT-X übernimmt die Mode-Einstellung  vom FT8-Helper, trotzdem sollte es kontrolliert werden.

Band Hopping:
Der Band-Hopping Modus ermöglicht (mit CAT gesteuerten Geräten) das Wechseln der Bänder nach einem vorher festgelegten Zeitplan. Typischerweise Tag, Nacht, und/oder Grayline Zeiträume spezifiziert. Für die Bänder von 160m bis 6m, Jeweils zwei Zeiträume können angegeben werden. Es können S/P oder/und RUN Zyklen programmiert werden. Der Helper prüft ob die aktuelle Zeit im Zeitraum liegt, der für die Bänder programmiert wurden. Wenn ja, startet der Helper die spezifizierte Funktion S/P, RUN oder XCHG. Bei S/P wird S/P-Modus gestartet und läuft bis zum Erreichen von "MAX-S/P ". Dann wechselt  zum nachfolgenden Band, wo die Zeit passt. Bei RUN wird ein RUN-Zyklus gestartet bis zum Erreichen von MAX-RUN. Bei XCHG wird erst ein S/P, dann ein RUN gestartet. Am Ende von RUN erfolgt der nächste Bandwechsel.
Das "Band-Hopping" Feld zeigt das aktuelle Band und Modus (RUN,S/P or XCHG). Wenn kein Band aktive ist, wird "-IDLE-" angezeigt. Empfohlene Werte für MAX-RUN  und MAX-S/P sind 3 bis 5. Die Weiterschaltung erfolgt dann nach 3 bzw. 5 erfolgslosen QSO-Versuche. Es gibt keine festen Umschaltzeiten:  Der Helper wechselt zum nächsten Band erst, wenn die Anzahl der festeglegten max.-Versuche erreicht wird.

Die Schedule-Parameter werden ins "callsign.txt" File eingegeben!
Beispiel:
<CALLSIGN>
MAX-RUN=5
MAX-S/P=5
MIN-LEVEL=-20 ;
Stationen mit S/N weniger als -20 werden in S/P Modus nicht angerufen (min. Wert=10)
160:          
; nicht benutzte Bänder sollten ohne Zeitinformation eingetragen werden
80:0-0600,2000-2400,XCHG

40:0-0700,1800-2400,XCHG
30:0-0900,1700-2400,XCHG
20:0900-1800,XCHG,DX
17:1000-1730,XCHG,DX
15:0900-1700,XCHG

12:14-15,S/P
10:   

6:

- Die Zeiten sind lokale Computer-Zeiten.
- Der optionale Eintrag "DX" schaltet das "DX-Only" checkbox ein.
- Die "Auto-Frq" und "<-x->" Buttons werden beim Starten von Band-Hopping automatisch aktiviert
- Nach dem Starten von FT8-Helper, Band-Hopping startet mit dem niedrigsten Band
- Beim Stoppen und Re-Starten von Band-Hopping das nächsthöhere Band wird gewählt
- Nicht benutzte Bänder können weggelassen oder mit "#" auskommentiert werden
- Beim dem Starten von "Band-Hopping" müssen die eingestellten Zeiten bestätigt werden.
- Vor dem Start soll es geprüft werden, ob die Umschaltung manuell funktioniert und die SWR Werte OK sind.

Log Window:

Hier wird angezeigt, was das Programm was gerade macht.

Installation und Setup:

  • Lade die beiden Files FT8-Helper.exe und "ownloc.txt" vom Downloadbereich herunter und kopiere in ein beliebiges Verzeichnis.

  • Start WSJT-X, dann den FT8-Helper. Nach dem ersten Start is das Feld "Own-call" leer. Schließe das Programm und open das "callsign.txt" mit dem Notepad und ersetze "-------" mit dem eigenen Rufzeichen. Es ist darauf zu achten, dass keine unsichtbaren Zeichen (CR,LF usw.) eingetragen werden.

  • Beim erneuten Starten erscheint dann das eigene Rufzeichen im „Own-call“ Feld.

  • Das "ownloc.txt ist für DE schon passend, für anderen Länder/Kontinente muss es angepasst werden, zwar wie folgt:

  • Erste Zeile:  Eigenes Land (DXCC-Kennung) und Kontinent. Als Ergebnis werden in S&P Modus nur CQ-rufende Stationen angerufen, wenn die CQ Erweiterung zu einem dieser Einträge passt.

  • Zweite Zeile: Liste der QRA Großboxen (nur die ersten 2 Buchstaben), die nicht als DX gelten. Als Ergebnis werden DX rufende Stationen nicht angerufen, wenn sie in einer der QRA-Boxen liegen.

  • Dritte Zeile: Liste der Länder (DXCC-Kennung) die in S/P-Modus nicht angerufewn werden sollen.

  • Vor dem Starten prüfe, ob WSJT-X richtig funktioniert.

Im Hauptfenster werden folgende Grundeinstellungen benötigt:

  • CQ only:         nicht selektiert, wenn in RUN-Modus "Auto Frq" benutzt werden soll.

  • Auto Seq:       selektiert (wird ab 1.7.2 automatisch gesetzt)

  • Call 1st:          selektiert (wird ab 1.7.2 automatisch gesetzt)

  • Hold Tx Freq. Run-Modus: selektiert,  S&P Mode: nicht selektiert (ab 1.7.2 automatisch)

  • Monitor:         Running (grün)

  • Enable Tx:      nicht Enabled, wird von FT8-Helper bedient.

  • Menus:           selektiert

Einstellungen in „Settings – General“

  • My Call / My Grid:                                                 passend für die eigene Station

  • Autogrid:                                                                nicht selektiert*

  • IARU Region:                                                          All *

  • Message generation for type 2 compoud.        Full call in TX3 *

  • Start new period decodes at top:                       nicht selektiert

  • Blank line between decoding periods:              selektiert (empfohlen)

  • Display distance in miles:                                    nicht selektiert *

  • TX messages to Rx frequency window:             selektiert

  • Show DXCC, grid  und Show principal prefix:   beide selektiert

  • Monitor off at startup:                                         nicht selektiert *

  • Monitor returns to last used frequency:           selektiert *

  • Double-click on call sets Tx enable:                   selektiert

  • Disable TX after sending 73.                                       nicht selektiert

  • Alternate F1-F5 bindings:                                           selektiert *

  • CW ID after 73:                                                             nicht selektiert

  • Single decode:                                                              selektiert *

  • Fonts: MS Shell Dlg2, Normal, Size=8 (WSJT-X standard)

  • Decoded Text Font:  Courier New, Normal, Size=10 (WSJT-X standard)

Die mit "*'" markierten Settings sind nicht unbedingt nötig, die Tests wurden jedoch mit diesen Settings durchgeführt.

 Einstellung in “Settings – Reporting” (wichtig!)

  • Prompt me to log QSO:         nicht selektieren (wird vom Helper bedient)

Einstellungen in “Settings – Colors”

  •  Alle Standardeinstellungen

  •  Empfohlen wird jedoch:
    - Transmitted message
    - CQ in message
    - My Call in message
    - Die Zeilen mit der Stationen man  in S&P Modus arbeiten will (New call, DXCC, Grid, CQ-Zone etc.)

Einstellungen in Wasserfalldiagram:
(nur nötig, wenn Auto-Freq benutzt werden soll).

  •    Horizontale Breite: bis 2850 Hz muss sichtbar sein.

  •    Bins/Pixel: 3

  •    Start 500 Hz

  •    Andere Einstellungen sollen unkritisch sein

Operation:

Der FT8-Helper wurde für HD-Monitore mit einer Auflösung von 1920x1080 Bildpunkte optimiert. Beim Starten stellt das Programm die benötigten Fenstergrößen und empfohlene Positionen für WSJT-X und dürfen vom Anwender nicht mehr verändert werden! Um die korrekte Funktionalität zu garantieren, muss die Textgröße für Windows Applikationen auf 100% eingestellt werden. Bei korrekter Einstellung sind im linken "Band Activity" Fenster 25 oder 26 Zeilen sichtbar, je nach ob die horizontale Bildlaufleiste vorhanden ist oder nicht.

Das Programm erkennt, wenn der Monitor eine geringere Auflösung hat  (z.B. Laptop mit nur 768 Zeilen) und verkleinert das WSJT-X Fenster so, dass im "Band Activity" Fenster nur 20/21 Zeilen sichtbar sind.

Wenn die Horizontalauflösung des Monitors kleiner ist als 1920 Bildpunkte, wird das "Wide Graph" Fenster so nach links verschoben, dass der rechte Rand des Fensters noch sichtbar bleibt. Dabei wird der linke teil des Fenstes vom WSJT-X Hauptfenster überdeckt. Diese Einstellung muss unbedingt beibehalten werden, wenn die "Auto-Frq" Funktion in "RUN" Modus benutzt wird.

Wenn das WSJT-X Fenster durch ein modales (blockierendes) Dialogfenster verdeckt wird, kann das Programm abstürzen. Es ist z.B, wenn man versucht die eigenen Parameter-Einstellungen zu ändern, während der RUN- oder S&P-Modus läuft.

73´DX,
Geza DG5LP